Werte Gemeindebürger, wir nehmen unsere Rolle im Gemeinderat sehr ernst. Als Bürgerliste vertreten wir keine Parteiinteressen oder Parteiideologien. Für uns liegen die Bedürfnisse der St. Veiter an erster Stelle.
So bringen wir auch relevante Fragen in den Gemeinderat, welche der Bürgermeister zu beantworten hat.
Was findet man hier alles?
Eingeständnis
Seit 7. April 2025 ist die Bürgerliste im St. Veiter Gemeinderat vertreten. Drei Mandate beim ersten Versuch und das ganz ohne politische Erfahrung und ohne politische Absichten. An dieser Stelle nochmals Danke für den Vertrauensvorschuss.
Die Mandatare der Bürgerliste sind gleich in der ersten Sitzung im Juni 2025 mit einer Vielzahl an Fragen an den Bürgermeister herangetreten.
Die NÖ Gemeindeordnung räumt Mandataren ein Anfragerecht ein. Jeder der schon mal den ein oder anderen Gesetztext gelesen hat weiß, dass manche Passagen unterschiedlich verstanden und ausgelegt werden können. So ist es auch bei uns der Fall gewesen. Wir haben den Gesetzestext so verstanden, dass Gemeinderäte allgemein Anfragen zu Themen in der Gemeinde stellen können. Ähnlich kennt man es aus dem Parlament unter dem Begriff „parlamentarische Anfragen“.
Wie so oft, wenn man in gewissen Sachen noch unerfahren ist, macht man anfangs Fehler. Nach mehreren Anfragen und Rücksprachen mit der Aufsichtsbehörde, wurden wir über einen „Gesetzeserklärungstext“ aus den Beschlussjahren 1999/2000 des NÖ Landtages informiert.
In diesem Text ist die Absicht der Anfragenbeantwortung erklärt und damit in Niederösterreich auch Usus. Wir haben lernen dürfen, dass man als Gemeinderat Anfragen zu Tagesordnungspunkten stellen darf. Was also auf der Tagesordnung steht, darf angefragt werden. Was nicht, muss auch nicht beantwortet werden. An dieser Stelle sei noch angemerkt, nicht müssen heißt trotzdem können, das liegt im Ermessen des Bürgermeisters.
Jedenfalls konnten wir anfangs einige Anfragen, welche Bürger interessiert haben, zwar einbringen, die Beantwortung blieb leider aus. Der Bürgermeister hätte können, musste er aber nicht, weil die ersten Fragen keinen Bezug zur Tagesordnung hatten.
Ein Versprechen an die St. Veiter Bevölkerung: Wir bilden uns weiter, wir lernen die NÖ Gemeindeordnung eifrig und werden weiterhin aktiv im Gemeinderat mitwirken.
Anfragen vom 05.06.2025
In der ersten Sitzung des neu konstituierten Gemeinderates haben wir zu den unterschiedlichsten Themen Anfragen gestellt.
Wie bereits oben beschrieben, hätte der Bürgermeister die Anfragen auch beantworten können, welche keinen Bezug zur Tagesordnung hatten. Die Antworten sind ausgeblieben. Ob aus Desinteresse oder pauschaler Ablehnung der Mandatare der Bürgerliste ist leider nicht bekannt.
Allgemeine Fragen zum Hochwasserschutz
GR Roman Hofer von der Bürgerliste St. Veit Miteinander hat wichtige Fragen zum Hochwasserschutz im Ort gestellt. Der Bürgermeister hat in der Sitzung am 13.10.2025 folgende Fragen mündlich beantwortet:
Falls Ihnen die ein oder andere Antwort vom Bürgermeister eigenartig vorkommt: uns auch!
In manchen Antworten erkennt man leider, dass nicht wirklich viel Mühe oder Interesse in die Beantwortung gelegt worden ist.
Die Antworten sind auch im Protokoll GR4-2025 vom 13.10.2025 nachzulesen.
Fragen zur Köckbrücke
GR Filip Vezmar hat interessante Fragen zur Errichtung der neuen Köckbrücke gestellt. Der Bürgermeister hat in der Sitzung am 13.10.2025 folgende Fragen mündlich beantwortet:
Auch hier ist die ein oder andere Antwort vom Bürgermeister besonders und manche sogar nichtssagend.
Es bleibt die Frage offen, ob die noch ausständigen KIP-Mittel bereits tatsächlich ausbezahlt worden sind. Mit der Antwort, dass die Finanzierung des Neubaus eine Darlehensaufnahme mit sich trägt, wissen wir das auf St. Veit neue Schulden zukommen.
Die Antworten sind auch im Protokoll GR4-2025 vom 13.10.2025 nachzulesen.
Anfragen vom 22.12.2025
In der letzten Sitzung im Jahr 2025 haben wir zu den Themen WSZ Wiesenfeld, Lurgerweg und öffentliches WC Anfragen gestellt.
Der Bürgermeister wollte die Anfragen diesmal nicht mündlich und öffentlich beantworten, sondern hat wenige Stunden vor der Gemeinderatssitzung die Antworten schriftlich an die jeweiligen Gemeinderäte ausgeschickt. Wir können die jeweiligen Antworten damit nur Sinngemäß im Interesse der Informationsfreiheit wiedergeben.
Es folgt ein Auszug der relevantesten Fragen und Antworten zu dem jeweiligen Thema.
Fragen zum Lurgerweg
Im Oktober 2025 wurde ein Dringlichkeitsantrag der Bürgerliste St. Veit Miteinander in Bezug auf den Lurgerweg in Schwarzenbach durch die SPÖ abgelehnt.
Betroffene Bürger haben nach der Ablehnung eine Petition gestartet und bei der Gemeinde einen entsprechenden Initiativantrag eingebracht, um die längst überfällige Staubfreimachung und Straßenerrichtung durchzuführen.
Die Fragen waren notwendig, da nach der Ablehnung des Antrages der Bürgerliste und nach einlagen des Initiativantrages plötzlich Bauarbeiten beim Lurgerweg geschehen sind.
Ohne bekannten Beschluss wurde eine Entwässerungsrinne (ein sogenanntes „Rigol“) im Zeitraum zwischen dem Einlangen des Initiativantrages und der Gemeinderatssitzung vom 22.12.2025 errichtet.
Leider kommt es in St. Veit viel zu oft vor, dass Aufträge ohne jeglichen Beschluss vergeben werden. Den Vergabevorgang rund um das Rigol am Lurgerweg wollten wir genauer Beleuchten und haben folgende Fragen gestellt. Die Antworten werden Sinngemäß weitergegeben.
Bitte wundern Sie sich nicht, wir haben die Antworten nicht 1:1 wiedergegeben, aber die Antworten, welche den Gemeinderat betreffen sind jedenfalls gegeben worden und sind nicht der Wahrheit entsprechend.
Fragen zum öffentlichen WC
Wir haben ebenso bei diesem Thema die relevantesten Fragen und Antworten zusammengefasst und mangels öffentlicher Beantwortung sinngemäß wiedergegeben.
Einige Fragen wurden auch nicht beantwortet, weil sie scheinbar keinen Bezug auf den Tagesordnungspunkt hatten. Wir haben jedenfalls relevante Fragen zur Verletzungs- und Vandalismusprävention sowie über Versicherungen dazu gestellt. Auch freiwillig und im Interesse der Allgemeinheit wollte Bürgermeister Fischer keine Antworten dazu geben.
Allgemeine Fragen zum WSZ Wiesenfeld
Ein sehr kostspieliges Projekt für unsere Gemeinde. Trotz Kooperation, trägt unsere Gemeinde den Großteil der Kosten für den Bau und den späteren Betrieb. Es folgt ein Auszug der relevantesten Fragen und Antworten.
Es ist leider bereits bekannt, die Anfragebeantwortung hat es dann auch noch bestätigt: Die St. Veiter Gemeindeführung ist im absoluten Blindflug unterwegs was die Kosten und besonders die vermeintliche „Ersparnis“ betrifft.
Die Mandatare der Bürgerliste werden oft vom Bürgermeister kritisiert, weil sie sich erlauben unangenehme Fragen zu stellen. Eine klare und eindeutige Beantwortung würde alle Bedenken aufheben, nur leider gibt es keine klaren Antworten.
Wenn ein Bürgermeister nicht einmal die Betriebskosten der letzten fünf Jahre des bestehenden Sammelzentrums nennen kann, dann hat er seine Aufgabe nicht wahrgenommen.
Ein Vorhaben, welches gut 3 Millionen Euro kostet, ohne jeglichen wirtschaftlichen Plan, ohne Kosten-Nutzen-Rechnung und mittels Schulden umzusetzen ist fahrlässig.
